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19.03.2026
10:31 Uhr
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Der Krieg im Nahen Osten erhöht die Preise für Öl und Gas. Laut einer Studie könnte die Inflationsrate in Deutschland daher deutlich über zwei Prozent steigen.

Der durch den Nahostkrieg ausgelöste Preisschock bei Energie wird einer Studie zufolge die Inflationsrate in Deutschland erhöhen. Die Rate dürfte im ersten Halbjahr deutlich über der Marke von 2,5 Prozent liegen, heißt es in der veröffentlichten Prognose des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Im Januar waren die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen, im Februar um 1,9 Prozent. Energie war für Haushalte in dem Monat sogar um 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Doch der Krieg im Nahen Osten ließ die Preise für Öl und Gas schnell ansteigen. Sollte der Krieg nur wenige Monate andauern, könnten die Auswirkungen des Energiepreisschubs auf die Inflation nach Einschätzung des IMK insgesamt aber begrenzt bleiben. Vor allem Familien mit niedrigem Einkommen belastet "Zwar wird die Inflation kurzfristig deutlich über zwei Prozent steigen, im kommenden Jahr aufgrund von Basiseffekten jedoch deutlich darunter liegen", sagte IMK-Expertin Silke Tober. Der Iran sei seit Jahren mit Sanktionen belegt und spiele für die Energieversorgung Deutschlands nur eine untergeordnete Rolle. Daher sei der dauerhafte Effekt in diesem Fall gering. Besonders Alleinerziehende und Paarfamilien mit niedrigen und mittleren Einkommen könnten durch den Ölpreisanstieg etwas stärker belastet werden als Alleinlebende und Familien mit hohen Einkommen, hieß es in der Prognose weiter. Für sie könnten gemessen an ihren sonstigen Ausgaben höhere Preise für Kraftstoffe mehr ins Gewicht fallen. Laut der Studie sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen wegen des Energiepreisschubs vorerst nicht erhöhen. Dieser belaste die europäische Wirtschaft zusätzlich. Eine Zinserhöhung würde die Konjunktur zusätzlich bremsen, sagte Tober.