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16.08.2026
15:35 Uhr
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Die seltenen Renaissance-Gemälde wurden an einem Feiertag gestohlen. Erst am Tag zuvor hatte die italienische Polizei gestohlene Werke von Matisse wieder gefunden.

Aus einem Museum auf Sizilien wurden vier Werke des Renaissance-Künstlers Antonello da Messina gestohlen. Diebe haben italienischen Medienberichten zufolge im Museum MuMe in der Stadt Messina die Alarmanlage umgangen und drei der fünf noch vorhandenen Tafeln des San-Gregorio-Polyptychons aus dem Jahr 1473 entwendet. Auch eine Tafel, die die Jungfrau Maria mit dem toten Christus darstellt, sei verschwunden, berichtet die Nachrichtenagentur LaPresse. Die Museumsdirektorin Marisa Mercurio sagte der Nachrichtenagentur Ansa, der Diebstahl habe sich kurz vor 22 Uhr am italienischen Feiertag Ferragosto ereignet. »Wir sind am Boden zerstört«, sagte sie. Der Diebstahl sei »ein gewaltiger Verlust für das Museum, die Stadt, die Gemeinde und die Kunstwelt«. »Leichter zu stehlen als zu verkaufen« Die auf Kunstdiebstahl spezialisierte Analystin Lynda Albertson sagte der italienischen Tageszeitung La Repubblica , die entwendeten Werke hätten einen hohen Wiedererkennungswert. Dies dürfte es den Dieben erschweren, die Werke zu verkaufen. »Einen Antonello zu stehlen, könnte deutlich einfacher sein, als einen zu verkaufen«, sagte Albertson. Ursprünglich bestand das Altarbild aus sechs Tafeln, die für das 1908 durch das Erdbeben von Messina zerstörte Kloster San Gregorio geschaffen worden waren. Es war das einzige Werk des sizilianischen Malers, das seine Heimatstadt nie verlassen hatte. Antonello wurde um 1430 geboren und in Neapel ausgebildet, wo er die Werke provenzalischer und flämischer Künstler studierte. Deren detailreiche Darstellung und intensive Farbgebung prägten seine Bildsprache. Diese Einflüsse verband Antonello mit der italienischen Renaissance und schuf dadurch außergewöhnlich eindringliche Porträts und religiöse Gemälde. Aufgrund dieser Kombination unterschiedlicher künstlerischer Traditionen zählt Antonello bis heute zu den bedeutendsten Malern der italienischen Frührenaissance. Die italienische Regierung erwarb ein Werk von Antonello für rund 13 Millionen Euro Im Februar hatte die italienische Regierung bei einer Auktion in New York ein seltenes Meisterwerk Antonellos erworben. Sie zahlte 14,9 Millionen US-Dollar (12,8 Millionen Euro) für sein Ecce Homo . Das beim Auktionshaus Sotheby’s versteigerte Gemälde ist ein zutiefst menschliches Porträt des leidenden Christus und soll um 1460 vollendet worden sein. Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei in der norditalienischen Stadt Parma bekannt gegeben, dass drei im März aus einem nahegelegenen Museum gestohlene Kunstwerke von Renoir, Cézanne und Matisse sichergestellt worden seien. Fünf Personen wurden im Zusammenhang mit diesem Diebstahl festgenommen.