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09.03.2026
17:02 Uhr
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Bei Protesten vor dem Amtssitz von New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani wurde eine Nagelbombe in die Menge geworfen. Die Polizei stuft den Vorfall als Terrorakt ein.

Nach dem Wurf einer Nagelbombe bei einer Demonstration vor dem Amtssitz von Bürgermeister Zohran Mamdani haben die New Yorker Behörden mit ihren Ermittlungen begonnen. Nach ersten Erkenntnissen soll ein improvisierter Sprengsatz aus der Menge heraus geworfen worden sein. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Explodiert sei der Sprengstoff nicht, sagte die New Yorker Polizeichefin Jessica Tisch , deshalb sei auch niemand verletzt worden. Weiter teilte Tisch bei einer Pressekonferenz mit, dass der Sprengsatz den hochexplosiven Stoff TATP enthalten habe. Momentan stufe die Polizei den Vorfall vom Samstag als möglichen Terrorakt ein. Die New Yorker Behörden ermitteln gemeinsam mit der Bundespolizei FBI und prüfen dabei auch eine mögliche Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Einen Zusammenhang mit dem Irankrieg gebe es offenbar nicht. Verdächtiger versuchte zu fliehen Der Vorfall ereignete sich während einer Demonstration unter dem Motto "Stoppt die islamische Übernahme von New York". Der rechtsextreme Aktivist Jake Lang hatte zu diesem Protest vor dem Amtssitz des ersten muslimischen Bürgermeisters der Millionenmetropole aufgerufen. Rund 20 Menschen beteiligten sich, eine Gegendemonstration unter dem Motto "Vertreibt die Nazis aus der Stadt" zog 125 Teilnehmer an. Mamdani, seit Januar Bürgermeister von New York , befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Gebäude. Ersten Erkenntnissen der Ermittler zufolge stammte der Sprengsatz offenbar aus den Reihen der Gegendemonstranten. Reporter der Nachrichtenagentur AFP, die bei der Kundgebung zugegen waren, berichteten davon, wie einer der später festgenommenen Verdächtigen, Emir B., nach dem Vorfall über eine Absperrung sprang, um Polizisten zu entkommen. Ihm wird vorgeworfen, die mit Bolzen, Schrauben und Sprengstoff gefüllte Bombe geworfen zu haben. Ein weiterer Verdächtiger soll ihm den Sprengsatz gereicht haben. Neben der Nagelbombe wurden zudem zwei weitere mutmaßliche Sprengsätze gefunden, einer davon in einem nahe dem Amtssitz abgestellten Auto. Mamdani selbst verurteilte den von "Fanatismus und Rassismus" befeuerten Protest der Anhänger Langs sowie die gewaltsame Eskalation.