Zeit 16.03.2026
10:02 Uhr

Nordrhein-Westfalen: Verdi kündigt Streiks im NRW-Nahverkehr für Montag und Dienstag an


Verdi bestreikt in NRW Kundenzentren und Verwaltungen von Nahverkehrsbetrieben. Am Dienstag ist auch der Nahverkehr direkt betroffen.

Nordrhein-Westfalen: Verdi kündigt Streiks im NRW-Nahverkehr für Montag und Dienstag an
In Nordrhein-Westfalen kommen auf die Gäste des öffentlichen Nahverkehrs in mehreren Regionen Einschränkungen zu. Die Gewerkschaft Verdi hat in allen Regionen des Bundeslandes Beschäftigte in den Kundenzentren und der Verwaltung zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In vielen Kundenzentren kommunaler Verkehrsbetriebe müssen Fahrgäste in mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Bestreikt werden die entsprechenden Teilbereiche von 14 Nahverkehrsbetrieben. Darunter sind nach Verdi-Angaben unter anderem die KVB (Köln), die Rheinbahn (Düsseldorf) und die DSW (Dortmund). S-Bahnen und Regionalzüge fahren Am Dienstag sollen dann vielerorts Busse und Bahnen in den Depots bleiben. Nicht betroffen sind nach Verdi-Angaben das Unternehmen wupsi in Leverkusen, die Bahnen der Stadt Monheim, Stadtbus Gütersloh, die Stadtwerke Münster und die Stadtwerke Hamm. Das Unternehmen Aseag in Aachen ist ohnehin nicht Teil des Tarifkonflikts. Alle anderen Regionen sind zum Streik aufgerufen. Private Subunternehmer, S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht von dem Tarifkonflikt betroffen und können etwa innerhalb der Großstädte genutzt werden. Auch an anderen Orten ruft Verdi für Donnerstag und Freitag zu Streiks auf. Arbeitsbedingung von 30.000 Beschäftigten Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. In den bislang zwei Verhandlungsrunden wurde keine Einigung erzielt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze.