Zeit 11.08.2026
17:04 Uhr

Opposition in Russland: Darf in Russland noch jemand gegen Putin antreten?


Die russische Oppositionspartei Jabloko ist doch nicht zur Parlamentswahl im September zugelassen. Kommt es jetzt zu Protesten? Und: Schweres Erdbeben in Kolumbien

Opposition in Russland: Darf in Russland noch jemand gegen Putin antreten?
Kolumbien ist von einem Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert worden. Nach bisherigen Angaben wurden dabei mehr als 160 Menschen getötet, mindestens 2.000 weitere werden noch vermisst . Besonders betroffen sind die Städte Cali und Pereira sowie die Region Risaralda. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt oder stürzten ein, auch die Infrastruktur ist betroffen. Die kolumbianische Regierung unter Präsident Abelardo de la Espriella hat deshalb den landesweiten Notstand ausgerufen und zusätzliche Ressourcen für die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen mobilisiert. Besonders schwierig ist die Suche in der abgelegenen Region Chocó, wo das Epizentrum lag und viele Orte nur per Boot oder Flugzeug erreichbar sind. Mehrere Länder sowie die Vereinten Nationen und die Europäische Union haben Kolumbien Unterstützung angeboten. Was über die Lage vor Ort bekannt ist und wie geholfen werden kann, erklärt Journalist Fabian Grieger , der lange in Kolumbien gelebt hat und immer wieder aus der Region berichtet. Russlands Oberstes Gericht hat die liberale Oppositionspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen . Zuvor war die Partei trotz ihrer offenen Ablehnung von Präsident Wladimir Putin und des russischen Kriegs gegen die Ukraine zur Wahl zugelassen worden. Geklagt hatte die kremltreue nationalistische Partei Rodina. Sie warf Jabloko unter anderem Verstöße gegen die russische Wahlgesetzgebung und eine Finanzierung aus dem Ausland vor. Das Gericht folgte dem Antrag und schloss Jabloko von der Wahl aus. Die Entscheidung kommt wenige Wochen vor der Parlamentswahl. Jabloko wollte unter dem Slogan Für Frieden und Freiheit antreten und hatte zuletzt auch Unterstützung von Gegnern Putins erhalten . Parteichef Nikolai Rybakow weist die Vorwürfe zurück. Die Partei will gegen das Urteil vorgehen. Welche Möglichkeiten Jabloko noch hat, um gegen die Entscheidung vorzugehen, erläutert Michael Thumann , außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Außerdem im Update: In der SPD gibt es Streit über die Parteiführung. Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt hält die Führung durch die beiden Parteichefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas für gescheitert und fordert einen Sonderparteitag mit Neuwahlen . Wie viel Rückhalt die Forderung in der Partei hat und wie gefährlich sie für Klingbeil und Bas werden könnte, erklärt Alisa Schellenberg , Redakteurin im Politikressort der ZEIT. Ein syrisches Gericht hat den früheren Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Richter sprachen ihn wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Assad lebt seit seinem Sturz Ende 2024 im russischen Exil. Auch der früherer hochrangige Sicherheitsverantwortliche Atef Nadschib wurde zum Tode verurteilt. Dieser wurde im Januar 2025 festgenommen und befindet sich seitdem in Haft. Und sonst so: Ein Erbe für eine ganze Gemeinde Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de . Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf Whatsapp.