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07.08.2026
13:23 Uhr
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Der 100-Meter-Rekordhalter Owen Ansah gehört zu den deutschen Hoffnungsträgern bei den Leichtathletik-Europameisterschaften. Nun aber droht ihm eine lange Sperre.

Kurz vor Beginn der Leichtathletik-Europameisterschaft hat sich die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) für eine vierjährige Sperre gegen den deutschen 100-m-Rekordhalter Owen Ansah ausgesprochen. Die Sanktionsempfehlung gab die Nada in einer Stellungnahme bekannt. Wird sie akzeptiert, reduziert sich die Dauer automatisch auf drei Jahre. Ansah hatte einem Kontrolleur der Nada Anfang Juli die Abgabe einer Dopingprobe verweigert. Die Agentur leitete daraufhin ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ein. Ansah erklärte, kurz vor seinem Aufbruch zum Diamond-League-Meeting in Monaco am 10. Juli habe der Kontrolleur außerhalb des von ihm angegebenen Zeitfensters für eine Kontrolle geklingelt. Er sei unter Zeitdruck gewesen und habe so kurzfristig keine Probe abgeben können, auch weil er kurz zuvor die Toilette besucht habe. Ansah nicht vorläufig suspendiert Der 25-Jährige vom Hamburger SV gehört zum Aufgebot für die am Montag beginnende EM (10. bis 16. August) in Birmingham. Dort stehen am kommenden Dienstag die 100 Meter auf dem Programm. Bei der EM soll Ansah auch über 200 Meter antreten. Von der Nada wurde er wenige Tage vor Beginn der Wettkämpfe nicht vorläufig suspendiert. Die Sperre beginnt laut Mitteilung »erst mit dem Tag der entsprechenden finalen Entscheidung der Nada oder eines Disziplinarorgans oder mit dem Tag, an welchem die vorgeschlagene Sperre akzeptiert wurde«. Ob Ansah in Birmingham aufgestellt wird, ist aber noch offen. Auch Aberkennung der deutschen Meistertitel droht Die Nada schlug auch vor, alle seine Ergebnisse ab dem 9. Juli bis zum Beginn einer vorläufigen Suspendierung oder einer Sperre abzuerkennen. Damit würde Ansah seine beiden deutschen Meistertitel über 100 und 200 Meter verlieren, die er Ende Juli in Bochum geholt hatte. Er hat nun 20 Tage Zeit, entweder die Feststellungen der Nada zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht zu verlangen. In einer Medienrunde am Donnerstag äußerte sich Ansah nicht zum Nada-Verfahren. »Ich habe mega Lust, zu rennen. Ich freue mich sehr und bin happy, dass ich Deutschland repräsentieren kann«, sagte er. »Ich kann gut Sachen ausblenden.«