Zeit 12.03.2026
20:15 Uhr

Paralympische Winterspiele: Deutsches Team nimmt an der Abschlussfeier der Paralympics teil


Der Eröffnungsfeier der Paralympics war das deutsche Team noch ferngeblieben, unter anderem aus Solidarität mit der Ukraine. An der Schlussfeier nimmt Deutschland teil.

Paralympische Winterspiele: Deutsches Team nimmt an der Abschlussfeier der Paralympics teil
Die deutsche Mannschaft sieht von einem Boykott der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele in Norditalien am Sonntag ab. "In enger Abstimmung mit dem Team haben wir bereits im Vorfeld und zu Beginn der Paralympischen Spiele Zeichen gesetzt. Nun begleiten wir sie dabei, am Sonntag im Curling-Stadion von Cortina gemeinsam einen emotionalen Abschluss dieser Spiele zu erleben", teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) auf Anfrage der Nachrichtenagentur SID mit. Der Eröffnungsfeier der Spiele am vergangenen Freitag in Verona war das deutsche Team ferngeblieben . Nur 28 der 55 teilnehmenden Nationen nahmen an der Zeremonie teil. Der DBS hatte die Entscheidung mit "der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen" begründet. Russische Athleten wieder unter eigener Flagge zugelassen Die Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass russische Athleten trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder unter eigener Flagge starten dürfen . Bei den Olympischen Winterspielen galt das nicht. Während der Paralympischen Spiele hatten unter anderem die Skilangläuferin Linn Kazmaier und ihr Guide Florian Baumann ein Zeichen gegen die Wiederzulassung Russlands gesetzt. Das Duo hatte bei der Siegerehrung, bei der die russische Goldmedaillengewinnerin Anastasija Bagijan geehrt worden war, demonstrativ Abstand gehalten, ihre Mützen aufbehalten und anschließend das obligatorische Siegerselfie verweigert. Das ukrainische Team warf dem IPC Repressionen vor . So habe Oleksandra Kononowa nach ihrem Sieg im Biathlonsprint bei der Siegerehrung ihre Ohrringe in den Landesfarben Blau und Gelb sowie mit der Aufschrift "Stop War" abnehmen müssen. Ein Vertreter des IPC habe versucht, sie ihr wegzunehmen, schrieb der Verband. Anders als bei der Eröffnungsfeier, bei der ohnehin nur zwei Athletinnen und Athleten sowie zwei Offizielle in die antike Arena einlaufen durften, sind im Curling-Stadion in Cortina bei der Schlussfeier am Sonntag diesmal alle Teilnehmer aus den Clustern Cortina (Ski alpin, Snowboard, Rollstuhlcurling) und Tesero (Biathlon, Skilanglauf) zugelassen.