Zeit 29.09.2026
14:47 Uhr

Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt: SPD, Grüne, Linke und BSW wollen Gespräche fortsetzen


In Sachsen-Anhalt sprechen SPD, Grüne, Linke und BSW unter anderem über die Möglichkeit eines überparteilichen Ministerpräsidenten. Die Gespräche sollen weitergehen.

Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt: SPD, Grüne, Linke und BSW wollen Gespräche fortsetzen
In Sachsen-Anhalt wollen SPD, Grüne, Linke und BSW nach einem ersten Austausch weiter Gespräche über die schwierige Regierungsbildung in dem Bundesland führen. Dabei geht es etwa um die Frage, ob es einen überparteilichen Ministerpräsidenten geben könnte, wie Vertreter der vier Parteien nach der ersten Sitzung deutlich machten. Die Gespräche sollen nach der konstituierenden Sitzung des Landtags, die am 6. Oktober stattfindet, fortgesetzt werden. Eine Mehrheit im Magdeburger Landtag haben die vier Parteien nicht. Diese gäbe es nur, wenn die CDU noch dazustoßen würde. Die Christdemokraten hatten die Einladung der SPD zuvor jedoch abgelehnt, sie sehen sich in der Opposition. Die Wahl am 6. September hatte die AfD deutlich gewonnen , die absolute Mehrheit aber verfehlt. Die AfD führt derzeit Gespräche mit dem BSW, das eine Koalition allerdings ausschließt . Bei den Gesprächen geht es um Inhalte, die eine AfD-geführte Minderheitsregierung umsetzen müsste. Siegmund will sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kündigte unterdessen an, sich im Dezember als Ministerpräsident zur Wahl stellen zu lassen . Der Spiegel berichtete, dass Siegmund davon ausgehe, im ersten Wahlgang eine Mehrheit erreichen zu können. »Wir sind weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit einer anderen Landtagsfraktion und mit einzelnen anderen Abgeordneten dieses Landtags anderer Fraktionen«, sagte Siegmund. Zur genauen Konstruktion einer künftigen Regierung äußerte er sich nicht. Sein Ziel sei aber immer gewesen, eine stabile Regierung auf den Weg zu bringen. »Ich würde ja nicht in die Wahl des Ministerpräsidenten hineingehen, wenn ich die Stabilität nicht vorher als Gewissheit hätte.« Demzufolge werde es »keine klassische Minderheitsregierung werden, wenn alles so läuft, wie wir es aktuell geplant haben«. Siegmund hatte vor der Landtagswahl mehrfach ausgeschlossen, ohne eigene absolute Mehrheit zu regieren – er wolle sich nur zum Ministerpräsidenten wählen lassen, wenn seine Partei allein regieren könne, bekräftigte er mehrfach. Die AfD stellt im Parlament 39 Abgeordnete. CDU, Linke, Grüne und SPD kommen zusammen ebenfalls auf 39 Sitze, das BSW ist mit fünf Abgeordneten vertreten. Für eine Mehrheit im Parlament braucht es 42 Stimmen.