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28.05.2026
14:16 Uhr
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Vor drei Jahren war eine Zwölfjährige aus Freudenberg getötet worden – zwei Mädchen gestanden die Tat. Sie müssen der Familie des Opfers ein hohes Schmerzensgeld zahlen.

Drei Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Zwölfjährigen aus Freudenberg in Nordrhein-Westfalen müssen die beiden geständigen Mädchen eine hohe Summe Schmerzensgeld zahlen. Das Geld soll an die Familie des Opfers gehen, wie das Landgericht Koblenz entschied. Dem Gericht zufolge fallen insgesamt 125.000 Euro Schmerzensgeld an. Hinzu kommen Bestattungskosten in Höhe von rund 15.000 Euro sowie Kosten für den Anwalt, die die Beschuldigten übernehmen müssen. »Nach dem Urteil der Kammer haben die beiden Beklagten am 11. März 2023 Luise heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet «, sagte Gerichtssprecherin Eva Maria Kahn. Bei den beiden beklagten Teenagern habe die Kammer die individuelle Verantwortungsreife und Einsichtsfähigkeit für das Unrecht ihrer Tat gesehen. Ein Strafprozess fand wegen des jungen Alters der Beschuldigten von damals 12 und 13 Jahren nicht statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mädchen mit 74 Messerstichen getötet Im Mittelpunkt des Prozesses stand vor allem die Frage, wie lange das angegriffene Mädchen nach dem Angriff noch bei Bewusstsein gewesen war und wie sehr sie dabei litt. Dies gilt als entscheidend für die Höhe eines möglichen Schmerzensgelds. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Zwölfjährige erhebliches Leid erfahren habe und mindestens wenige Minuten extreme Panik und Todesangst erlebt habe. Es sei davon auszugehen, dass der Todeskampf maximal 30 Minuten gedauert habe. Das sei unter anderem an Spuren von Gegenwehr erkennbar. Es sei ein heimtückischer und geplanter Mord gewesen, der die Kammer fassungslos mache. Zu Prozessbeginn im Juli 2025 hatte ein Richter mitgeteilt, Luise sei mit 74 Messerstichen getötet worden. Sie habe zudem Verletzungen im Gesicht erlitten und sei schließlich an Blutverlust sowie einem Pneumothorax gestorben, also einer Luftansammlung im Brustraum. Die Leiche des Mädchens war im März 2023, einen Tag nach ihrem Verschwinden, in einem Wald in Rheinland-Pfalz direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen gefunden worden.