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09.03.2026
15:16 Uhr
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Kinder raus aus TikTok, Instagram und Co.! Australien macht es vor. Aber schützt so ein Verbot wirklich – oder greift es zu tief in die Freiheit ein?

Dass soziale Medien mal als Hoffnungstechnologie, also als menschenfreundliche Erfindung, galten, in die man allerlei Zukunftsoptimismus hineinprojizieren durfte – das ist längst vergessen und verdrängt, daran erinnern sich höchstens noch die ganz Alten. Schon seit vielen Jahren stehen soziale Medien bekanntlich in der Kritik; die Probleme, die sie bereiten, sind umfänglich diagnostiziert worden, und auch an konstruktiven Lösungsvorschlägen mangelt es nicht: Es soll regulatorisch durchgegriffen werden gegen Hass und Hetze, die Algorithmen sollen offengelegt werden, die Monopole zerschlagen. So war es bisher. Jetzt geistert eine neue Idee durch den Diskurs: Soziale Medien sollen ganz verboten werden – zumindest für Kinder und Jugendliche. Seit Australien ernst gemacht hat und alle unter 16 aussperrt, nicht bloß aus der TikTok-App, wird auch in Deutschland über solche Eingriffe debattiert. Ist der Schaden, den Social Media in Kinderhirnen und Jugendseelen anrichtet, nicht offensichtlich? In der neuen Folge des Feuilletonpodcasts Die sogenannte Gegenwart diskutieren auch Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über den digitalen Jugendschutz. Wann wurde aus dem Social-Media-Traum eigentlich ein Albtraum? Ist diese Kommunikationstechnologie wirklich so furchtbar, wie sie dargestellt wird? Und wie könnte eine tatsächlich liberale Haltung aussehen, wenn es um Kinder geht, die soziale Medien nutzen wollen? SHOWNOTES Oliver Webers Artikel aus der FAZ Marie-Luise Goldmanns Artikel aus der Welt Joel Feinberg: The Child's Right to an Open Future , 1980 Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de .