Zeit 21.03.2026
11:50 Uhr

Terrororganisation IS: Deutsche Botschaft zieht Personal aus Niger ab


Im Niger besteht erhöhte Terrorgefahr. Die deutsche Botschaft zieht ihr Personal ab. Auch die US-amerikanische Botschaft hat ihre Mitarbeiter abgezogen.

Terrororganisation IS: Deutsche Botschaft zieht Personal aus Niger ab
Das Auswärtige Amt hat vorübergehend seine Mitarbeiter an der deutschen Botschaft im westafrikanischen Niger abgezogen. "Aufgrund der Sicherheitslage" sei das Personal der Botschaft in Niamey "temporär" verlegt worden, teilte das Ministerium mit. Es könne keine konsularische Hilfe gewährleistet werden. Im Bereich der Hauptstadt Niamey bestehe derzeit eine erhöhte Gefahr von terroristischen Anschlägen, schrieb das Auswärtige Amt auf seiner Webseite mit Verweis auf einen terroristischen Anschlag der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) auf den internationalen Flughafen der Stadt Ende Januar dieses Jahres. Ein Ableger des IS hatte sich zu dem Angriff bekannt. Der internationale Flughafen der Hauptstadt Niamey sowie die angrenzende Luftwaffenbasis sollen demnach von bewaffneten Angreifern und mit Drohnen angegriffen worden sein. Drei zivile Flugzeuge wurden durch Beschuss beschädigt. Bereits kurz nach dem Anschlag hatte das US-Außenministerium reagiert und einem Teil seines Personals in dem westafrikanischen Land die Ausreise befohlen. "Aufgrund von Sicherheitsrisiken" sollten alle nicht unbedingt erforderlichen Mitarbeiter und deren Familien das Land verlassen, teilte das US-Außenministerium mit. Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in den Niger Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den Niger. Es bestehe in zahlreichen Regionen ein hohes Risiko von Entführungen, Gewaltkriminalität und von Terroranschlägen . Westliche Staatsangehörige seien bevorzugte Entführungsopfer von Terrorgruppen und kriminellen Banden und würden gezielt ausgespäht, heißt es auf der Website des Auswärtigen Amts. Der Niger kämpft seit rund zehn Jahren im Westen und Südosten des Landes gegen den Al-Kaida-Ableger Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) und den " Islamischen Staat" (IS) in der Sahelzone.