Zeit 20.03.2026
07:21 Uhr

Tesla: US-Behörde hat Zweifel an Teslas Computersystem für autonomes Fahren


Wie sicher ist das kamerabasierte System für autonomes Fahren bei Tesla? Daten der US-Behörde NHTSA zeigen Probleme bei schlechter Sicht, sie vertieft ihre Untersuchung.

Tesla: US-Behörde hat Zweifel an Teslas Computersystem für autonomes Fahren
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA will die Technik für autonomes Fahren des Autokonzerns Tesla noch stärker untersuchen als bereits geschehen. Grund sind Unfalldaten , die darauf hindeuteten, dass die Technik Probleme bei schlechten Sichtbedingungen haben kann. Tesla setzt beim autonomen Fahren komplett auf Kameras statt zusätzlich auf Laser-Radare, die die Umgebung abtasten. Das würde dem Konzern um Milliardär Elon Musk einen erheblichen Kostenvorteil im Vergleich zur Konkurrenz bescheren. Musk sieht einen großen Zukunftsmarkt im Bereich Robotaxis . Allerdings warnen viele Experten schon lange, dass Kameras allein nicht verlässlich genug sind, weil sie bei schwierigen Sichtbedingungen Probleme haben könnten. Die NHTSA untersucht zwei Versionen von Teslas System mit dem Namen FSD (Full Self-Driving - etwa: komplett selbstfahrend). Entgegen dem Namen ist es bisher nur ein Fahrassistenzsystem, bei dem die Fahrer stets die Kontrolle über die Verkehrssituation behalten müssen. Eigentlich soll das System erkennen, wenn die Kameras Sichtprobleme haben und die Fahrer warnen. In untersuchten Unfällen habe es aber nicht festgestellt, dass die Kameras etwa geblendet oder durch in der Luft schwebende Partikel behindert worden seien, heißt es von der Behörde. Eine Warnung sei ausgeblieben. Die Fahrer hätten damit nicht genügend Zeit bekommen, um zu reagieren. Von der Untersuchung sind der NHTSA zufolge Tesla-Modelle ab dem Jahr 2016 betroffen.