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23.09.2026
20:35 Uhr
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Irans Staatschef Massud Peseschkian hat vor den UN auf die Kritik von Donald Trump reagiert. Iraner seien keine Terroristen, sondern Opfer des Terrorismus.

Irans Präsident Massud Peseschkian hat Kritik von US-Präsident Donald Trump vehement zurückgewiesen. »Gestern sagte der Präsident der Vereinigten Staaten, wir seien Terroristen. Wir sind Opfer des Terrorismus«, sagte Peseschkian bei der UN-Generaldebatte in New York in Bezug auf den Krieg im Nahen Osten. An die Staaten der Region gerichtet sagte er: »Niemand in dieser Region wird allein Sicherheit haben. Entweder schaffen wir gemeinsam Sicherheit, oder wir werden gemeinsam mit Unsicherheit leben müssen.« Trump hatte am Dienstag vor den UN gesagt, er könne den Iran »in die Hölle« schicken und »vernichten«, wenn es nicht bald eine Verhandlungslösung gebe. Zugleich sagte er, ein Friedensabkommen sei »direkt nach« den US-Kongresswahlen am 3. November möglich. US-Außenminister Marco Rubio hatte auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen den US-Wahlen und einem diplomatischen Durchbruch gesagt, der Iran hoffe offenbar auf einen Sieg der Demokraten im Kongress. Der Staat missverstehe allerdings das US-System, in dem der Präsident in dieser Frage das Sagen habe, sagte Rubio am Rande des UN-Treffens. Iran stellte Bedingungen für Kriegsende Die Drohung Trumps gegen den Iran mache ihn geschlossener, stärker und vergrößere den Widerstand der Iraner, sagte Peseschkian. Der Iran werde »niemals in die Knie gehen«. Er habe »niemals einen Krieg begonnen und stets seine Bereitschaft zum Verhandlungstisch gezeigt«. Er bekräftigte zudem den iranischen Anspruch auf die Straße von Hormus . Peseschkian sprach zudem von einer internationalen Ordnung der »Gewalttätigen«. Wenn internationales Recht nur dann umgesetzt werde, wenn es mit den Interessen der Mächtigen vereinbar sei, würden mehr Länder zu dem Schluss kommen, dass sie sich zur Gewährleistung ihrer Sicherheit allein auf ihre eigene Macht stützen müssten. »Wir dürfen keine Welt schaffen, in der militärische Macht an die Stelle der Legitimität tritt, Sanktionen an die Stelle der Diplomatie, Terror an die Stelle der Politik und Krieg an die Stelle des Dialogs«, sagte der Präsident des Irans. Am Sonntag hatte der Iran erneut Bedingungen für ein Kriegsende an die USA übermittelt. Nach Angaben des iranischen Sicherheitskoordinators Mohsen Resai fordert der Iran die Einstellung der Kämpfe an allen Fronten, die Freigabe von eingefrorenem Geld und die Aufhebung der amerikanischen Seeblockade. Der Sprecher der Revolutionsgarde, Hossein Mohebbi, drohte den USA für den Fall eines erneuten Angriffs mit dem Einsatz neuartiger Waffen. Vernichtung Israels als Staatsräson Der Iran ist eine wichtige Regionalmacht im Nahen Osten. Er sieht sich als Anführer eines Bündnisses mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel, welches sich selbst als Achse des Widerstands bezeichnet. Diesem Bündnis gehören auch Terrorgruppen wie die Hamas, die Hisbollah und die Huthis an. Die Hamas hatte am 7. Oktober 2023 einen großangelegten Terroranschlag gegen Israel verübt und damit den seitdem andauernden Krieg im Nahen Osten ausgelöst. Dieser Krieg wurde im Februar durch einen gemeinsamen Angriff Israels und der verbündeten USA auf den Iran erweitert. Der Iran reagierte wiederum mit Gegenangriffen auf israelische und US-amerikanische Militärstützpunkte. Das Regime in Teheran blockierte zudem als Reaktion die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten. Dadurch stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas stark an.