Zeit 12.03.2026
14:46 Uhr

USA: Bundesfamilienministerin Prien beklagt US-Umgang mit Frauenrechten


Die USA konnten eine UN-Erklärung zu Frauenrechten nicht stoppen. Die internationale Gemeinschaft zeigte sich Karin Prien zufolge widerstandsfähig.

USA: Bundesfamilienministerin Prien beklagt US-Umgang mit Frauenrechten
Die Bundesfamilienministerin Karin Prien hat den Umgang der US-Regierung mit Frauenrechten kritisiert. Dem Bayerischen Rundfunk sagte die CDU-Politikerin: "Die Vereinigten Staaten und manche ihrer Verbündeten haben erkennbar ein Interesse daran, in der Frauenrechts- und Genderfrage eben nicht weiter voranzukommen und Dinge auch zurückzudrehen." Prien verwies damit auf einen Versuch der USA, eine Frauenrechtserklärung der UN zu stoppen. Am Montag waren die USA bei der Sitzung der 70. Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen mit ihrem Versuch gescheitert , eine gemeinsame Erklärung zu verhindern. Auch Prien war bei diesem Treffen anwesend. Ziel der Erklärung war es, Frauenrechte durch die Justiz und den Abbau diskriminierender Gesetze zu sichern. 37 von 44 abstimmenden Staaten sprachen sich dafür aus, nur die USA stimmten dagegen. Der Grund: Der Entwurf enthalte eine "missverständliche Sprache zur Förderung von Gender-Ideologie". Prien fordert Zusammenhalt Prien zufolge ist es auf internationaler Ebene wichtig, über Jahrzehnte Erkämpftes zu bewahren "und die Tendenzen, da auch manches zurückzudrehen, manche nennen es Backlash , auch gemeinsam zu bekämpfen". Das sei bei der Tagung der UN-Frauenrechtskommission in New York in dieser Woche gut gelungen. "Ich bin froh, dass Deutschland und die europäischen Länder hier ganz eng zusammenstehen und wir gemeinsam auch entschlossen daran arbeiten, Frauenrechte nicht zurückzudrehen, sondern sie weiterzuentwickeln", sagte Prien. Sie bleibe hoffnungsvoll. Die internationale Gemeinschaft zeige sich widerstandsfähig gegen Versuche – insbesondere der USA –, eine andere Politik zu machen.