|
09.08.2026
20:24 Uhr
|
Durch den Krieg gegen den Iran schwinden die Waffenreserven der USA. Das Verteidigungsministerium fordert nun die Rüstungsindustrie auf, die Produktion zu beschleunigen.

Das US-Verteidigungsministerium hat Vertreter der US-Rüstungsindustrie dazu aufgefordert, die Produktion und Lieferung von Waffen rasch zu steigern. Das berichten die Washington Post und der US-Sender CNN unter Berufung auf die Mitteilung eines Ministeriumsvertreters. Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte die Echtheit des Dokuments. Experten und Berichte von US-Medien wiesen zuletzt auf schwindende Waffenreserven im US-Militär als Folge des Irankriegs hin. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, D. C. schätzte etwa, dass den USA Ende Juli noch knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden; vor dem Irankrieg seien es geschätzt 2.300 gewesen. Bei den noch leistungsfähigeren THAAD-Abwehrraketen ging die Denkfabrik von 452 vor dem Krieg aus, Ende Juli seien es geschätzt noch bis zu 278 Raketen gewesen. Verteidigungsministerium fordert neue Produktionspläne Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Steve Feinberg soll Vertretern der Rüstungsindustrie eine Frist von maximal drei Wochen gegeben haben, Pläne für schnellere Liefertermine und eine gesteigerte Produktion für kritische Fähigkeiten vorzulegen, zitieren CNN und die Washington Post aus dem Dokument. Feinberg soll darin eine klare Erwartung geäußert haben: »Jahrelange Entwicklungszyklen sind nicht akzeptabel.« Man müsse die Pläne drastisch beschleunigen und die Produktionskapazitäten jetzt ausbauen, zitiert ihn die Washington Post weiter. Parnell schrieb in einem Statement, das Verteidigungsministerium konzentriere sich seit dem ersten Tag von Pete Hegseth als US-Verteidigungsminister darauf, einen Wandel hinsichtlich der Geschwindigkeit, Kapazität und Schlagkraft der amerikanischen Verteidigungsindustrie herbeizuführen. Hegseths Stellvertreter Feinberg arbeite daran, ein veraltetes Beschaffungssystem zu reformieren. Hegseth hatte die Berichte über schwindende Munitionsvorräte der USA dementiert. Auch Präsident Donald Trump wies die Bedenken zurück: Die USA hätten »weit mehr Munition als irgendjemand sonst auf der Welt« und »weit mehr, als wir brauchen«. Wer die Informationen über die geringen Bestände an Medien weitergebe, müsse sich auf »lange Haftstrafen« einstellen, drohte er auf seiner Plattform Truth Social.