Zeit 05.10.2026
12:44 Uhr

Vaterschaft: Dürfen sich auch Väter beschweren?


Männer, die über Care-Arbeit jammern, Dads, die sich fürs Dadsein feiern – nie war Vaterschaft so divers wie heute. Doch wie entkommen Väter dem Druck all dieser Rollen?

Vaterschaft: Dürfen sich auch Väter beschweren?
Der »neue Vater«, er war einst ein schillernder Modebegriff. Seit den Nullerjahren sprach man von ihm: dem feministisch bewegten Mann, der die ganze Zeit »voll da« sein wollte. Das Kind in der Babytrage umgeschnallt durch die Windelabteilung von dm laufend, mit Spüliflasche in der Hand und zersauseltem Haar den Abwasch machend – so prägte er den Zeitgeist. Und war bei alledem, sowohl von Konservativen als auch von Feministinnen, starkem Spott ausgesetzt. Was macht dieser neue Vater eigentlich heute? Wie verhält sich seine linksliberale Begeisterung fürs Familienleben zur neuen, konservativen oder postliberal-positiven Idee von Familie, Vaterschaft und Verantwortung? Und warum zeigt heute sogar der karrierebewusste und erfolgsorientierte Machertyp seinen Status nicht mehr nur gern mit teurer Uhr und Segelboot – sondern gibt damit an, dass er – anders als ein abhängig beschäftigter Low-Performer – frei über seine Zeit mit den Kindern verfügen kann? In der aktuellen Folge von Die sogenannte Gegenwart sprechen Nina Pauer und Lars Weisbrod über die neuen neuen Väter, die ihnen jetzt überall begegnen. Sie fragen sich, ob sich die Geschlechter bei der heutigen Elternschaft einander anpassen, abschaffen oder doch wieder nur verstärken. Und was all das mit Baby Yoda aus der Star-Wars-Serie The Mandalorian zu tun haben könnte. Das Thema beginnt bei Minute 17:45. SHOWNOTES: Anna Machin: The Life of Dad. The Making of A Modern Father. Simon&Schuster, 2018. Star Wars: Baby Yoda Dad Gewichtsabnahme bei Männern: Vater, Anfang 40, hungrig , Text von Nina Pauer, 2026 Geschlechterrollen: Wie werde ich meine innere Hausfrau los? , Text von Nina Pauer, 2024 Karl-Ove Knausgard: Lieben . btb, 2013.