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29.09.2026
00:10 Uhr
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Die europäische Fußballunion Uefa und andere Verbände sollen laut einem Bericht mehr Geld bekommen. Das habe der umstrittene Fifa-Chef in einem Brief versprochen.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat seine Bereitschaft für Reformen beim Weltfußballverband untermauert und dessen Mitgliedsverbänden mehr Geld angeboten. Das berichtet das Portal The Athletic unter Verweis auf einen Brief Infantinos. Auch die europäische Fußballunion Uefa soll von den Zahlungen profitieren. In dem Brief an die sechs Präsidenten der Fifa-Kontinentalverbände schreibt Infantino demnach, er wolle »das höchstmögliche Maß an zusätzlicher Finanzierung unterstützen, das sich verantwortungsvoll (...) umsetzen lässt«. Gleichzeitig wollte er sich nicht auf eine bestimmte Summe festlegen: »Ich möchte der Höhe des Betrags nicht vorgreifen.« Infantino reagierte damit auf Forderungen des Uefa-Präsidenten Aleksander Čeferin, Victor Montagliani (Concacaf) und Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, dem Präsidenten des Asiatischen Fußballverbandes (AFC). Diese hatten vorgeschlagen, jeder der 211 Fifa-Mitgliedsverbände solle von 2027 bis 2030 zusätzliche 10 Millionen US-Dollar für die weitere Entwicklung erhalten – insgesamt rund 2,11 Milliarden Dollar. Zudem hatten die Kontinentalverbände eine unabhängige Prüfung der finanziellen Fifa-Reserven gefordert. Infantino will Fifa-Chef bleiben Bereits vergangene Woche hatte Infantino in einem Brief an die Präsidenten der 211 Mitgliedsverbände Offenheit für Reformen beim Weltfußballverband signalisiert. Konkret bot Infantino demnach an, darüber zu diskutieren, wie die Fifa-Institutionen früher in große Projekte einbezogen werden können und welche Rolle dabei auch der Präsident haben soll. Mit seinen Aktionen will Infantino seinen Platz an der Spitze der Fifa sichern. Mehrmals betonte er in seinem Schreiben von der vergangenen Woche, dass er Fifa-Präsident bleiben wolle : »Ich bleibe voll und ganz dazu verpflichtet, die Fifa zu führen, und bin zuversichtlich, was wir gemeinsam erreichen können«, schrieb er. Infantino ist eine hoch umstrittene Figur. Seitdem er vor einigen Wochen vorgeschlagen hatte, die Rechte an der Fußball-WM an private Investoren aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen , häufen sich Rücktrittsforderungen. Kritiker um Uefa-Präsident Aleksander Čeferin hatten nach Bekanntwerden der Pläne den Rücktritt Infantinos gefordert. Auch der DFB um Chef Bernd Neuendorf , der zudem im Fifa-Council sitzt, hat sich klar gegen Infantino positioniert. Einen Gegenkandidaten für die nächsten Präsidentschaftswahlen haben sie aber noch nicht benennen können. Zuletzt hatten etwa die vier europäischen Topligen den Fifa-Chef angegriffen und ihm grundlegendes Führungsversagen und die Förderung »ausbeuterischer Ideen« vorgeworfen. Infantino verteidigte sich zu dem geplatzten Werbedeal und sagte, der Vorschlag sei zu früh an die Öffentlichkeit geraten. Er hätte so den fälschlichen Eindruck erweckt, es habe sich um eine bereits getroffene Entscheidung gehandelt.